Das Social Media Cheat Sheet für 2017 (Infographic)

Ihr kennt das oder? Immer wieder ändern sich die Layouts der verschiedenen Social Media Platformen und die alten Designs sehen dann nicht immer vorteilhaft aus oder es muss immer wieder gesucht werden wie die Maße denn sind.

Zum Glück gibt es immer wieder Blogposts die mit einer Infografik aufwarten können, wie zum Beispiel beim OnBlastBlog:

Social Media Cheat Sheet for 2017 [Infographic]

Hier die Infografik:

Autsch @MartinSchulz – unglückliche Wortwahl im Tweet

Oh weh, gerade wurde Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD gewählt und schon begeht ihm eine nicht nur für mich sehr unglückliche Formulierung und Wortwahl in einem Tweet. Ich hoffe ihm wird das schon jemand beibringen und er wird hoffentlich wieder mehr der Demokrat und Europäer sein der er zu sein vorlebt und vorgibt:

 

Als Screenshot hier – falls der Tweet gelöscht werden würde:

Screenshot from 2017-01-30 08-44-32

Natürlich ist mir sehr wohl bewusst, dass Martin Schulz mit „den Schwarzen“ die politischen GegnerInnen aus der CDU/CSU meint, also die „Schwarzen“ als schwarze Schafe in der politischen Landschaft kennzeichnen möchte. Aber gerade angesichts der fremdenfeindlichen Übergriffe der letzten Jahre hier in Europa und Deutschland speziell, und durch das völlig inakzeptable Verhalten eines irren Amerikaners (nein, nicht der aus dem Dschungel) ist die Wortwahl mehr als unglücklich formuliert. Natürlich ist die Jahreszeit und politische Stimmung auch aufgrund der populistischen Parteien wie AfD und CSU sehr frostig, aber „heizen“ und „Schwarze“ in einem Satz zu nennen kann bei doch vielen Leuten falsch verstanden werden.

Oder wie seht ihr das?

Bezüglich der Person Martin Schulz als Kanzlerkandidat – nun ja, ich sehe es weiterhin so wie Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei im Gastkommentar im Handelsblatt.

Auf den Tweet bin ich durch Frank aufmerksam geworden, wäre mir sonst durchgerutscht…

Rassismus ist wie beten – danke @ralphruthe und @erzaehlmirnix

Ein Tweet von Ralph Ruthe veranlasst erzaehlmirnix zu einem weiteren großartigen Comic. Vielen Dank dafür.

Tweet von Ralph Ruthe:

Comic von erzaehlmirnix:

🙂 Tweet des Tages für mich vom 27.12.2016

Mein Facebook Jahresrückblick 2016 #yearinreview2016

Jedes Jahr gibt es von Facebook so Jahresrückblick-Videos die sie aus den Fotos und Beiträgen automatisch erstellen. Auch dieses Jahr gibt es seitens Facebook die Möglichkeit ein wenig das Video zu bearbeiten – ich glaube letztes Jahr waren die Möglichkeiten noch mehr und besser. Wirklich gut ist das Video nicht, die Musik ist auch eher bescheiden. Habe das Video bei YouTube hochgeladen, bei Facebook ist der Beitrag hier zu finden:

https://www.facebook.com/alexander.schnapper/videos/10154843123160452/

YouTube:

Auch interesant nebenbei war die E-Mail nach dem YouTube Videoupload:

Hallo Alexander Schnapper,

ein Urheberrechtsinhaber hat mit Content ID einen Anspruch auf Inhalte in deinem Video erhoben.

Diese E-Mail dient nur zu Informationszwecken.
Keine Sorge: Dein einwandfreier Kontozustand wird nicht beeinträchtigt.

Der Urheberrechtsinhaber erhält entweder Einnahmen aus Werbeanzeigen in deinen Videos oder statistische Daten rund um die Aufrufzahlen für deine Videos.

  • Videotitel: My #yearinreview2016 from facebook
  • Urheberrechtlich geschützter Musiktitel: Shangri-La (Edit)
  • Anspruch erhoben von: [Merlin] PIAS and [Merlin] SC Distribution

Nicht weniger überraschend sind so kleine Infografiken die Facebook auch mitliefert. Hätte mir da schon ein wenig mehr Infografiken gewünscht, aber hey, Facebook ist ja auch nicht gerade transparent an eigenen Infos…

Diese Infografik finde ich interessant, da steht dass ich mich mit 61 Personen befreundet habe – aber davon, dass ich insgesamt über 200 „Kontakte“ davon entfreundet oder getrennt habe ist keine Rede.

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Ich war auch an 39 Orten. Laut facebook. Natürlich war ich an viel mehr Orten – auch mal in Offenbach. Aber das zählt wahrscheinlich nicht. 😉

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Und ich like anscheinend viel. Oder habe viel geliked oder Reaktionen auf Facebook-Beiträge gezeigt, 5.773 mal.

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Tschüß WhatsApp

pixabay / arivera

Ja, heute deinstalliere ich WhatsApp von meinem Handy endgültig. Schon seit über 2 Jahren nutze ich andere Messaging Dienste wie Threema (ist kostenpflichtig), Telegram und seit über einem halben Jahr Signal. Auch weil deren Dienste nicht an Facebook oder andere Dienste gekoppelt sind und deren Datenschutz mehr greift als der von WhatsApp. Die Benutzung von Telegram und Signal ist kinderleicht, macht Spaß und ist einfach zu installieren. Telegram hat auch noch einen Desktopclient für mehrere Betriebssysteme. Bei Signal gibt es eine Google Chrome (Chromium)-Erweiterung dazu.

Folgenden Text schicke ich derzeit an die wenigen Kontakte die mit mir auf WhatsApp noch chatten (hauptsächlich Familienangehörige) – der Rest meiner Kontakte ist bei Telegram, Signal und bei Threema.

„Hallo, ich möchte informieren das ich den neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp nicht zustimmen und deshalb die App deinstallieren werde. Ich bin mit der Weitergabe der Daten an Facebook nicht einverstanden, die auch selbst dann stattfindet, wenn der Nutzung widersprochen wird. Aber das ist kein Grund zur Nicht-Kommunikation – denn ich nutze die kostenlosen und deutlich besseren Alternativen wie Threema, Telegram und Signal (gerade diese wird von Edward Snowden empfohlen). Auch bin ich weiterhin über andere Kanäle wie Telefon, SMS und E-Mail erreichbar. Wenn Du auch wechseln möchtest, zB zu Signal hin, dann ist das kein großes Hexenwerk, einfach die App „Signal“ im jeweiligen AppStore von Android oder iOS (Apple) herunterladen, installieren und fertig. Weitere Informationen zu meinem Schritt und weshalb WhatsApp nicht optimal ist, kannst Du meinem Blog auf alexander-schnapper.de entnehmen. Bis bald und hoffentlich bei einem sicheren Messenger, Alex“

Wie im Text schon ersichtlich bin ich ja nicht aus der Welt, SMS funktioniert auch noch, das Telefon ebenso und per E-Mail bin ich weiterhin erreichbar. Und das Argument „Ja, aber bei den anderen Diensten ist niemand“ lasse ich nicht mehr gelten. Was meint ihr, wie es beim Anfang von WhatsApp war? Da waren es auch nicht sofort x-Millionen von Menschen die kommunizierten. Bei Threema und Telegram werden es immer mehr und bei Signal merke ich deutlich einen Anstieg von Nutzung durch Nicht-Nerds. Neulich erst war ich auf einer Hochzeit und ein anderer Gast meinte zu mir, schick mir doch kurz eine Nachricht via Telegram – zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört, aber diese Person nutzt kein WhatsApp, sondern Telegram als Messagingdienst.

Also, es ist nicht schwierig. Umsteigen ist kinderleicht und bei Signal gibt es auch Emojis und das Chatten macht Spaß. Bei Signal und Telegram gibt es auch Gruppenfunktion und bei Signal können auch Telefonate geführt werden. Übrigens, bei der Süddeutschen gibt es einen guten Artikel darüber, was getan werden kann um das Teilen der Telefonnummer mit Facebook durch WhatsApp zu widersprechen (wobei die Frist heute endet, 25. September 2016). Und wer die Fühler ein wenig ausstrecken möchte – der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat WhatsApp abgemahnt (hat eher was von Symbolkraft). Es gibt ja auch weitere Alternativen zu WhatsApp – bei heise c’t gibt es einen Artikel dazu. Und wer meint, WhatsApp sei sicher vor dem Ausspähen durch Geheimdienste übersieht, dass das BKA (Bundeskriminalamt) laut seinem Chef eine Überwachung von WhatsApp „als besondere Herausforderung“ doch stärker an den Daten interessiert ist als gedacht. Natürlich im Kampf gegen den Terror. Aber – bist Du ein Terrorist? Nein? Wieso wirst Du dann überwacht? Gute Frage – aber die Antwort dazu lautet immer – „wegen Terrorgefahr“.. oder ähnlich.
Als ob Terroristen WhatsApp nutzen würden..

Und wenn wir schon dabei sind, es soll ein neues BND Gesetz verabschiedet werden – warum alle (außer der Bundesregierung) dagegen sind, könnt ihr bei netzpolitik.org hier nachlesen, auch warum am Montag dagegen demonstriert wird.

Übrigens, die neue Google Messaging App „Allo“ ist genauso datenhungrig wie WhatsApp – hier ein Beitrag bei The Verge (auf englisch) – auch hier warnt Snowden vor der Nutzung.

Und – wie macht ihr es? Bleibt ihr weiterhin bei WhatsApp? Nutzt ihr schon Alternativen dazu? Welche denn? Schreibt mir eure Kommentare dazu auf, eventuell sind wir schon bei den Alternativen in Kontakt (Threema, Telegram, Signal,..)

Update: hier die Screenshots meiner WhatsApp Account Löschung:

Und natürlich die App auch gelöscht

Headerbild: pixabay / arivera

Nachtrag 30. September 2016:
Hab auch via Twitter und über Facebook Direktnachrichten erhalten und auch bei anderen Blogs wird darüber diskutiert. Zum Beispiel fragt sich Knuut wann der richtige Zeitpunkt auch für Kirchen ist, entweder von Facebook oder WhatsApp sich zu verabschieden und realistisch mit Alternativen auseinanderzusetzen. Viele Punkte – gerade auch in Hinsicht des Datenschutzes – werden gar nicht mal angesprochen. Es bleibt spannend.

Nachtrag 04. Oktober 2016:
Ralpe ist in seinem Blog auch darauf eingegangen, aber etwas anders, als ich es vermutet habe: WhatsApp-Seelsorge: The Times They Are a-Changin‘. Ich hab da auch gleich im dortigen Blog was kommentiert.