2. Agiler Stammtisch Frankfurt in der „Zentrale Frankfurt“

Gestern fand in der „Zentrale Frankfurt“ (Coworking Space) der 2. Agiler Stammtisch Frankfurt statt. Über die Zentrale-Event-Seite bin ich darüber aufmerksam geworden, via XING hab ich mich dann angemeldet und war gespannt was für Leute ich da mit unterschiedlichen Ansprüchen, Erfahrungen und Meinungen treffen würde. Ich hoffe sehr, dass es kein Vortragsabend werden würde, ich bin sehr für offene Formate (wie Barcamps) und bei der Einladung wurde auch auf das LeanCoffee-Format hingewiesen. Ich wurde nicht enttäuscht, die Leute waren alle sehr nett, es war bunt gemischt, von Agile-Anfängern bis zu Profis. Nach einer Kennenlernrunde und den Einführungsworten von Joachim Baumann (codecentric AG) wurden Begriffe und Themen auf einem Flipboard gesammelt und gemeinsam über Themen über die diskutiert und augetauscht werden kann, abgestimmt.

Es wurden sehr viele Fachbegriffe untereinander ausgetauscht, das Tempo war schnell, aber dennoch verständlich, bei Nachfragen wurde einem auch geantwortet. Ich habe jedenfalls sehr viele positive Eindrücke davon mitgenommen und freue mich schon auf das nächste Treffen am 1. August und werde mich in den kommenden Tagen mehr mit Scrum und Kanban beschäftigen. Ein anderer Teilnehmer hatte mit „Personal Kanban“, also wie er Privates, Berufliches und Freizeit/Hobby visuell organisieren kann ein sehr interessantes Thema angestoßen, welches mich weiter interessiert. Ich bleibe dran. Der Abend gestern war sehr motivierend und ich bin mit einer positiven Energie nach Hause gefahren.

Übrigens lohnt es sich, auf der Event-Seite der „Zentrale Frankfurt“ zu schauen, dort stehen die Termine für Usergroups und andere interessante Termine.

#RheinMainRocks!

agilerstammtisch

Kickoff-Treffen zu Iron Blogger RheinMain #ironRM #wmfra

ibloglogo

Am 12. Juni ab 19 Uhr findet in der „Zentrale Frankfurt“ das Kickoff-Treffen zu Iron Blogger RheinMain statt. Vom Konzept der IronBlogger hab ich bei früheren Barcamps in Stuttgart schon erfahren, aber noch nicht wirklich nachgehakt gehabt. Und beim letzten Webmontag hat Ute Mündlein davon erzählt und nachgefragt, warum es für die RheinMain-Region hier eigentlich noch keine IronBlogger gibt.

Ja, warum eigentlich nicht, immerhin gibt es sehr viele Blogger hier in der Region, von sehr aktiven bis zu selten schreibenden (was nicht qualitätiv abwertend gemeint ist). Ich blogge auch hin und wieder, merke, dass ich in letzter Zeit immer mehr Beiträge geschrieben habe, auch durch Ute’s Vortrag inspiriert.

Ich zitiere von der Webmontag Frankfurt-Website:

In Berlin, Bonn, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Stuttgart, an Bodensee und Ruhr gibt es sie schon: Iron Blogger in Deutschland. Das sind Menschen, die sich gemeinsam verpflichten, eisern – d.h. ein Mal pro Woche – einen Beitrag auf ihrem Blog zu posten. …

Das sind die vier wichtigsten Regeln des Iron Blogging:

  1. Du sollst einmal pro Woche bloggen.
  2. Du sollst 5 Euro Strafe zahlen, wenn du das nicht tust.
  3. Du sollst Spaß haben.
  4. Du kannst vier Wochen im Jahr ruh‘n. – 

(Wozu diese Regeln gut sind und wie sie funktionieren, erklärt Ute in ihrem Talk.)

[vimeo http://www.vimeo.com/67420392 w=500&h=281]

Ach und wo wir schon bei „Die Zentrale Coworking“ sind, die haben den 3. Platz beim Gründerpreis Frankfurt abgesahnt (Herzlichen Glückwunsch!), wurden auch in der FAZ und im hessischen Rundfunk mit einem Beitrag bedacht und interviewt, super Sache.

Rückschau Barcamp RheinMain in Wiesbaden – der erste Tag (Samstag) #bcrm12

bcrm12-iconLetztes Wochenende, am 24. und 25. November fand in Wiesbaden (Nizza des Nordens) das lang ersehnte Barcamp RheinMain statt (zeitgleich mit dem Bundesparteitag der Piratenpartei in Bochum – und ich bin ehrlich froh, dort nicht hingefahren zu sein). In diesem Blogpost möchte ich euch über den ersten Tag (Samstag) berichten, im zweiten Blogpost (folgt noch) dann über den Sonntag. 😉

Ich hatte den Wecker früh eingestellt, ihn aber vergessen zu aktivieren – so kam ich etwas später nach Wiesbaden, quasi zum Ende der Sessionplanung. Allerdings war ich im ersten Moment über die Location (Ort) des Barcamps angetan. In einem Gebäude der Hochschule RheinMain im Fachbereich Design Informatik befand sich eine große Halle die vom Organisationsteam (Netzkultur e.V.) sehr schön dekoriert und eingerichtet worden ist. Mit der Farbmischung durch die Strahler in den Farben des Barcamps gelb und orange kam gleich eine nette und wohlige Stimmung auf, wie ich sie eigentlich nicht erwartet hatte. Ein Wohlfühlbarcamp:

Halle Barcamp RheinMain Wiesbaden
Halle Barcamp RheinMain Wiesbaden
Barcamp RheinMain Wiesbaden 2012
Barcamp RheinMain Wiesbaden 2012

Ich traf dann auch auf viele bekannte Gesichter, Freunde und auch die Organisatoren. Natürlich auch auf Leute die man/frau via Twitter oder Facebook kennt und nun in natura kennenlernt. Und das ist auch schön. Denn dadurch erweitert sich das virtuelle Netzwerk in ein reales. Networking richtig gemacht: √ (check!)

Da ich bei der Sessionplanung nicht dabei war, orientierte ich mich am TimeTabler. Da ich aber die erste Sessionrunde nicht aktiv damit verbrachte habe, gleich in eine Session einzutauchen, habe ich mich erst einmal umgesehen, vom leckeren Frühstückstisch was geholt und mit anderen Barcampern unterhalten (die man von Barcamp Stuttgart, Karlsruhe oder Hamburg etc her kennt). In der großen Halle, die durch Bluebee mit „Catering“ vertaggt wurde, gab es einen Süßigkeitenstand. Irgendwie war ich schon verdutzt, aber interessiert also ging ich hin und unterhielt mich mit den netten Menschen die am Stand waren:

Der "paij"-App-Stand
Der „paij“-App-Stand

Es handelt sich dabei um die „paij„-App. Und zum Testen konnte man einen QR-Code scannen (da es die Software noch nicht für Android gibt) und per Paypal eine Tüte Süßigkeitenmischung für 0,50 Euro kaufen. Das hab ich auch gleich probiert, es ging relativ schnell und sicher und hat Spaß gemacht. Bin gespannt, ob sich „mobile Payment“ (also die einfache Bezahlung via Smartphone) auch in Deutschland mehr umsetzen lässt und ob da Paij nicht auch eine Rolle mitspielt. Ich wünsche den Kollegen jedenfalls weiterhin viel Spaß und Erfolg dabei.

Hin und wieder war Hämmern in der Halle zu hören. Um es mit der Nagel auf den Punkt zu bringen, dort gab es einen dicken Baumstamm auf dem viele Kinder immer wieder mit einem Hammer Nägel reingehämmert haben, den Sinn dahinter hab ich leider nicht ganz verstanden…:

Etecture Nagel
Etecture Nagel

Etwas spät, aber besser als gar nicht, hab ich mich dann zur „Bloggerrelations am Bsp @snoopsmaus in Kanada„-Session eingefunden, in der Romy von ihrer #exploreCanada-Tour berichtete. Die Fotos und Videos ihrer Reise hat sie bei Pinterest veröffentlicht, es lohnt sich die Bilder anzuschauen (noch mehr natürlich ihrem Bericht in live zuzuhören). Vor allem mit welcher Begeisterung sie von der Reise erzählt – da bekommt man schon Reiselust und wäre meine Reisekasse praller gefüllt, würde ich sofort meine nächste Reise buchen.

exploreCanada-Session mit Romy
exploreCanada-Session mit Romy
„… und dort oben auf dem Berg gibt es leckeren Tee..“

Danach wurde die Mittagspause eingeläutet und die Cateringfirma brachte Essen, von dem aber nicht viel übrig blieb:

Catering

Nach der Mittagspause gingen die Sessions wieder los und via Twitter wurde recht schnell auf die spannende und interessante Session vom @bendlerblogger (Sascha Stoltenow) hingewiesen, seine Session „Krieg im Netz – Digital Natives ziehen in den Krieg“ war ungewöhnlich, aber sehr gut und hat viele zum Nachdenken bewegt. Er hat auch darüber gebloggt und seine Sessionslides online gestellt.

Nach der Session hab ich mir eine längere Pause gegönnt (Protipp: immer mal wieder Pausen einlegen, Smalltalk und Networking betreiben). Den CoWorking-Bereich beim Barcamp fand ich auch sehr cool eingerichtet und dort trafen sich auch viele die zum Thema gemeinsam was beisteuern konnten und sich austauschen wollten:

CoWorkingspace-Bereich
CoWorkingspace-Bereich

Über den Timetabler der via Beamer an die Wand gestrahlt wurde, bin ich auf die „Dating-FAQ„-Session aufmerksam geworden. Und genau diese Session hat das Barcamp für viele und für mich zu einem unvergesslichen Barcamp werden lassen. Ja richtig. Und aus dieser Session heraus kam dann auch der Hashtag #Ananas – für einige Barcamper ein Trauma, für andere ein Begriff der zum Schmunzeln und in Erinnerung schwelgen lässt. Die Session wurde von @wunschgeburt (Mika Kienburger) angeboten und auch sie hat darüber gebloggt. Ich habe Mika’s Tweets schon mal im Vorfeld irgendwo gelesen gehabt, und auch ihren Blog. Aber sie in natura zu erleben und kennen zu lernen übertrifft dies. 🙂 Im Grunde ging es bei der Session darum – wie spricht ein Mann oder eine Frau eine andere Frau oder einen anderen Mann an. Die ersten Schritte des Flirtens wurden witzig diskutiert und auch hinterfragt. Es war schon witzig zu sehen und bemerken, wie sich eigentlich fast fremde Leute, die man (fast) nur bei Barcamps oder ähnlichen Veranstaltungen trifft, offen und ehrlich über Gefühle oder Datingversuche austauschen. Mika rief dann auch eine kleine Challenge für die Party aus und so verließen wir mit einem Grinsen und Lachen die Session. Fabian und ich versuchten schon beim Ausgang Free Hugs zu verteilen, doch die Challenge war explizit auf die Party ausgelegt. (Eine Dating-FAQ-Sessionfortsetzung gab es am Sonntag, dazu berichte ich dann im zweiten Teil)

Die letzte Session des ersten Tages „DIY Java Machines & More Hardware Hacking“ von @janeggers (Jan Eggers) und @jke (Juergen Eichholz) hab ich mir dann auch noch angesehen, weil ich zuvor sah, wie Jan seine Kaffeemaschine darauf vorbereitete. Das war sehr interessant, auch welche Teile bei einem Kaffeevollautomaten eine Rolle spielen und wie leicht (je nach Bastelgeschick) man sie reparieren oder einstellen kann:

DIY Java Machines & More Hardware Hacking
DIY Java Machines & More Hardware Hacking

Danach ging es zur pixoona-Party wenige hundert Meter neben der Barcamp-Location. Und auch die war richtig lustig, vom obligatorischen normalen rumstehen in kleinen Grüppchen, über Saxophon-Einlagen von @saxotom bis hinzu Pogotanzen und dem Gangnamstyle-Tanz hat sie sehr viel Spaß gemacht. Es gab viel zu trinken und noch viel mehr zu Essen, Unmengen von Pizza-Schachteln stapelten sich im Eingangsbereich.

Dies war der Bericht vom ersten Tag, der zweite über den Sonntag folgt auch noch. 🙂

Weitere Blogberichte sind auch hier zu finden: http://2012.barcamp-rheinmain.de/nachlese/

Alle Fotos sind von Stanislav Müller und stehen unter Creative Commons BY-NC-SA 2.0