Rückblick Mobilecamp 2022 (Teil 1/2)

Ja, die Corona-Pandemie (übrigens ist sie nicht vorbei, sonst hätten wir eine Endemie gehabt, aber das ist ein anderes Thema) hat die letzten Jahre viele Events und Veranstaltungen nicht durchführbar gemacht, unter anderem auch das Mobilecamp in Dresden. Ich rede nicht von Online-Events, sondern realen Events, an denen ich teilhaben wollte. Und mit durchführbar meine ich auch, dass ich nicht hingegangen bin, obwohl es einige wenige dann doch gemacht haben… Aber dieses Jahr war es wieder soweit.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich (verspätet) einen Rückblick wagen. Es sind meine persönlichen Eindrücke. Das Barcamp fand Ende Juni 2022 statt und ich komme aus unterschiedlichen Gründen (dazu sicher mehr im Herbst) erst jetzt dazu, einen Rückblick zu schreiben. Nun aber hoffe ich, dass Dir der Beitrag gefällt. Falls ja oder nein, kommentiere Deine Meinung dazu im Kommentarbereich. 🙂

Danke an die Orga

Vorab möchte ich schon einen großen Dank an die ehrenamtlichen Organisator*innen ausrichten! Ja, denn es ist nicht selbstverständlich, dass sich viele Monate vorher ein Team von engagierten Menschen zusammensetzt und ein traditionelles Barcamp wie das Mobilecamp organsiert. Respekt und vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben. Chapeau an den mobilecamp e.V.! Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch zum Neustart des Mobilecamps. Hoffen wir auf 2023 und mit mehr Menschen und weniger Pandemie!

Orga-Team mobilecamp 2022

Mobilecamp-Pause

Bedingt durch die Corona-Pandemie fand zwei Jahre lang kein Mobilecamp statt. Meine Erinnerungen und auch die Zeitstempel in meiner Fotobibliothek zeigen 2019 bei der Suche nach Mobilecamp an. Und sehr viel ist zwischen 2019 und 2022 passiert. Daher war ich auch sehr gespannt, wie ein Aufeinandertreffen mit Barcamp-Bekannten und Neuen so ablaufen würde. Immerhin ist vieles nicht mehr so wie früher. Und viele Barcamper sind auch aus berechtigter Vorsicht nicht gekommen oder konnten aus zeitlichen oder anderen unterschiedlichen Gründen nicht kommen. Es war also abzusehen, dass nicht viele hinkommen würden. Also keine 200-300 Leute teilnehmen würden. Gab ja auch ein Platzkontingent von 200 Tickets. Kostenfreien Tickets wohlgemerkt!

Aber eine so lange Pause birgt auch Gefahren. Erinnerungen an frühere Sessions verblassen und auch Kontakte waren nicht mehr so aktiv wie früher, viele haben sich beruflich anderen Herausforderungen hingegeben oder das Interesse ist nicht mehr so hoch am Mobilecamp gewesen. Ja, auch ich habe mich immer wieder gefragt, ob das in den Zeiten von digitalen Möglichkeiten noch sinnvoll ist? Ja, natürlich. Denn online hab ich keine Möglichkeit (und nein bitte nicht gather town etc einwerfen) wirklich unkompliziert mit anderen ins Gespräch zu kommen. Noch nicht, vielleicht wäre Metaverse ja was (das ist ein ganz anderes Thema und möglicherweise ein neuer Blogbeitrag..). Allerdings gab es auch die Chance aus der Lücke was zu machen und mit neuen Inhalten zu füllen.

Denn ein Barcamp ohne Inhalte ist kein Barcamp und sinnlos. Nur – projektbedingt hatte ich keine Zeit etwas vorzubereiten. Typisch wie bei fast allen Barcamps, ich hielt dann doch eine Session – spontan, ohne Folien. Ganz offline, aber mit tollen Eindrücken und Gesprächen (dazu mehr unten). Genau das ist ein gutes Barcamp.

Location und Verpflegung

Wie die letzten Jahre auch, fand das Mobilecamp in den Räumen der TU Dresden statt, die mit ihrem grünen Farbton schon was hergibt und Platz für vieles bietet. Leider leider leider – und sehr zum Bedauern von vielen – gab es keine wirkliche Rückzugsmöglichkeit oder einen grünen Ort der Entspannung mehr. In früheren Zeiten war ein kleiner Tümpel oder Teich vorhanden, auf dem wir saßen, spontane Outdoor-Sessions und Nebengespräche hatten, Kontakte knüpfen oder auch einfach nur mal kurz Luft holen konnten.

Tweet von 2018, links im Bild ist der Teich zu sehen:

Der Teich ist weg. Und was ist da jetzt? Eine Baustelle. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, baut dort das DLR was hin. Also blickten wir aus dem großen Saal auf eine Baustelle. Aber dafür kann das Mobilecamp-Team nichts. Der Anblick auf die Baustelle erinnerte uns nur schmerzlich an das was früher vorhanden war… Hach..

Im Gebäude der Informatik der TU Dresden gab es genügend Platz für Alle. Alles ebenerdig. Und auch das Wetter spielte einigermaßen mit. Es war nicht zu heiß und nicht zu kalt.

Bild in den Innenbereich der TU von früheren Mobilecamps, Quelle Twitter: https://twitter.com/mobilecamp/status/1527535734567182336
Mobilecamp 2022

Und ja, nicht ganz unwichtig ist die Verpflegung beim Mobilecamp, generell bei Barcamps. Wie die letzten Jahre auch gab es zum Frühstück belegte Brötchen und frisches Obst, Getränke und Kaffee. Vielen Dank an alle die das ermöglicht haben!

Weh-Lan

Ach ja, kein Barcamp ohne technische Probleme oder Diskussion über funktionierendes WLAN. Denn, so beeindruckend der Bau ist, so abschirmend gegenüber mobilen Datennetzen ist das Gebäude. Ein digitales Event ist dort nicht wirklich machbar und nicht immer und überall war genügend Netzabdeckung vorhanden. Also braucht es schon im Gebäude WLAN für uns Gäste. Es gab am Empfang also wieder Listen, wo Zugangscodes ausgegeben wurden. Nur – es funktionierte nicht (am ersten Tag). Ich glaube am zweiten Tag funktionierte es, aber ich war nicht mehr an einem Login interessiert – ich habe dann doch mal hin und wieder Tweets gesendet als ich dann rausgegangen bin an die frische Luft.

Ja, sonst wie bei Barcamps üblich viel Social Media Output war nicht vorhanden, die paar wenigen die getwittert und auf Instagram Fotos hochluden erinnerten mich eher an die Anfänge der Barcamps vor 20 Jahren. Schade, denn so konnte auch nur wenig Buzz nach außen getragen werden. Aber es wurde auch nicht so offensichtlich Werbung für den Hashtag #mcdd22 (mobilecampdresden2022) gemacht. Und war letztendlich nicht so wild.

Konnte mich dann auch eh besser auf die Sessions oder die Gespräche zwischendurch konzentrieren. Und das ist ja eh das wichtigste 😉

Sessions

Ja, an welchen Sessions habe ich teilgenommen, bzw was blieb mir in Erinnerung? Bevor ich meine eigene spontane Session hier erwähne, fand ich die Keynotes der beiden Tage richtig gut.

Oha, der Blogbeitrag war doch länger im Entwurfs-Bereich meines Blogs. Und ich habe mich jetzt entschieden, zu den Sessions einen extra Beitrag zu machen, auch weil ich da die Keynotes besser beschreiben möchte.


Disclaimer

Mein Arbeitgeber MaibornWolff hat dieses Jahr als Unterstützer einen finanziellen Beitrag zur Durchführung des Barcamps beigetragen und mit anderen Firmen zusammen geholfen, dass ein aus der Community organisiertes nicht-kommerzielles Ereignis stattfinden konnte. Danke dafür!

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