Mein erstes Barcamp fand in Stuttgart statt – zumindest glaub ich das. #bcs

Der Stefan fragt in seiner BlogparadeDein erstes Barcamp“ die Barcamper nach ihren Erfahrungen der ersten Barcamps. Und da ich schon bei der letzten Blogparade von Katja den Termin verpasst habe, versuche ich es noch auf die letzten Minuten. Jetzt beginnt bei mir die Erinnerungsstunde und wann wohl mein erstes Barcamp war. Ich weiß es nicht mehr so genau. Ich weiß auch nicht mehr so genau wie ich auf das Barcamp kam, also klar, natürlich mit ÖPNV, aber durch wen? Eventuell via Twitter und die Bekanntschaften die ich damals gemacht habe. Die bezogen sich hauptsächlich auf den schwäbischen Raum, zuerst Tübingen und Stuttgart. Und ich vernetzte mich. Traf und lernte tolle Leute wie Harald Amelung und andere kennen, damals waren Ideen, Überlegungen zu H7 (coworking) im Raume und ich überlegte da auch mitzumachen. Wenn ich mich recht erinnere war es 2007 oder 2008. Und durch das Networking dann und Twitter wurde ich auf ein Barcamp in Stuttgart aufmerksam. Aber ich bin mir leider nicht mehr sicher ob ich beim ersten Stuttgarter Barcamp dabei oder es doch eher 2009 war.

Das Stuttgarter Barcamp findet im Literaturhaus statt, sehr gut ÖPNV-technisch gelegen und bietet gute Räume (seit einigen Jahren auch mit Internetverbindung an). Vor allem Jan Theofel und sein Team und die vielen unermüdlichen Helfer*innen, die im Hintergrund dafür sorgen, das man sich als Barcamper wohl fühlt, haben für mich das Barcamp Stuttgart zu meinem Lieblingsbarcamps gemacht:

http://www.flickr.com/photos/dhaun/2894755939/sizes/z/in/pool-898364@N21/
http://www.flickr.com/photos/dhaun/2894755939/sizes/z/in/pool-898364@N21/

Sicher weiß ich, wie viel Spaß mir es bei einem Barcamp machte. Auch erinnere ich mich gerne an die iPhone Music Performances mit Bjoern Eichstaedt und Nadia Zaboura und anderen (das haben wir auch beim Musikbarcamp in Mannheim an der Popakademie gemacht (future music camp), in Stuttgart hab ich die Performance gefilmt gehabt. Aber eigentlich ist das Zusammentreffen mit unterschiedlichen Menschen das Spannende und Tolle, was ein Barcamp ausmacht. Viele kreative Ideen, auf die man nicht gekommen wäre, finden so zueinander und Menschen auch. Es entstehen neue Ideen, Projekte und manchmal sogar Startups oder Firmen. Und mit einigen Firmen oder Firmengründern hat man weiterhin noch Kontakt via Twitter und Facebook und es ist wie ein schönes Klassentreffen, wenn man sich auf Barcamps in Deutschland wieder trifft.

Sei es Karlsruhe, Hamburg, Wiesbaden, Berlin oder Stuttgart (falls ich gerade ein Barcamp-Ort nicht gelistet habe liegt das daran, das ich nicht mehr weiß wo welche Barcamps genau stattfanden) – das Miteinandergefühl ist das, was so ein Barcamp ausmacht. Und es weiterhin auch tut.

Mir fällt es sehr schwer, einen Blogartikel über mein erstes Barcamp zu schreiben, wohl auch weil es doch sehr lange her ist. Oder weil ich eher die Berichte von anderen lieber lese, als meine Erinnerungen. Ich würde daher zur Blogbeitrag einen recht bescheidenen Beitrag dazusteuern. Die Qualität des Blogbeitrages ist sehr gering, es sind einfach so viele positive Eindrücke und Erinnerungen der letzten Jahre hinzugekommen, das ich im Moment sie nicht im Stande bin aufzuschreiben. 🙂

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Jedenfalls freue ich mich sehr auf das Barcamp RheinMain in Darmstadt-Dieburg Ende November 2013 und den Webmontag Frankfurt im Dezember, das wird ein krönender Abschluss 2013 werden.

Kleiner Rant über MDG Onlinecamp #mdgoc

Ich möchte ich einen kleinen Rant über einige Dinge loswerden, die mich speziell beim MDG Onlinecamp stören – vielleicht hilft es dem Organisator für das nächste Mal Dinge zu verbessern…

MDG Onlinecamp
Screenshot MDG Onlinecamp

MDG Onlinecamp – okay, leider sagt mir die Abkürzung nichts, zuerst hatte ich an Wortzusammensetzungen wie „Mobile Developer Group“ gedacht, aber der Veranstaltungsort „Exerzitienhaus Himmelspforten“ und die Sessionvorschläge auf der Startseite ließen Rückschlüsse auf ein weiteres Barcamp im kirchlichen Umfeld zu – mir ist immer noch nicht klar, wofür MDG steht.. Wobei, ein weiteres kirchliches Barcamp? Ja, da gab es doch was, das „Barcamp Kirche 2.0“ in Tutzing in den nächsten Tagen (also quasi zeitgleich). Nun denn, mein Interesse war irgendwie geweckt… Über folgendes möchte ich ein wenig „meckern“:

Freischaltungspflichtig:

Äh, finde ich eigentlich berechtigt, wenn es sich um ein geschlossenes Barcamp handelt oder auch so deklariert wird. Wird es aber nicht. Jede noch so anklickbare Möglichkeit wie den Veranstaltungstermin, hochgeladene Dateien, Gruppen, Wiki, weitere Benutzer und sogar Kontaktmöglichkeiten des Gastgebers. Richtig – nicht anklickbar. Jedes Mal (auch als eingeloggter mixxt-Benutzer) erscheint die nervige Erinnerung:

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Screenshot

Du kannst nur die Startseite ansehen

Ein Administrator dieser Community hat diese Community so eingestellt, dass Nicht-Mitglieder nur die Startseite sehen dürfen. Werde Mitglied, um in diese Community hineinzuschauen!

Du hast eine Mitgliedschaft für diese Community beantragt. Der Administrator muss deine Anfrage zuerst bestätigen.

Entweder der Veranstalter möchte, dass die Veranstaltung nicht groß publik gemacht und beworben wird oder er hat von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Barcamps keine Erfahrung oder Ahnung. Ich hoffe und gehe von Ersterem aus.. Jedenfalls beantragte ich eine Mitgliedschaft (vor knapp 2 Wochen) für diese freischaltungspflichtige Community – übrigens seit 2006 als Barcamper das erste Mal. Bisher bin ich weder freigeschaltet und kann daher auch den Administrator/Organisator kontaktieren.

Gestern dann der Clou – auf meinem Anrufbeantworter meldete sich der Organisator und wollte sich über mich und mein Interesse hierüber informieren. Per Telefon! Auf meinem Anrufbeantworter. Keine Pointe. Tut mir leid, aber ich muss immer noch lachen. Warum keine E-Mail, warum kein Tweet, warum keine interne mixxt-Nachricht? Den Organisator zurückgerufen habe ich noch nicht – aus zeitlichen Gründen. Aber ich bin eher via Tweet oder E-Mail erreichbar anstelle eines Telefonats (wenn ich nur als Teilnehmer Informationen haben möchte). 😉

Terminkollision:

Fast zeitgleich findet (wie oben erwähnt) das deutlich bekanntere neue Format vom Kirchenbarcamp in Tutzing statt – auch wenn ich rechtzeitig vom MDG Onlinecamp und dessen weitere Veranstaltungsinformationen erhalten hätte oder einsehen hätte können, dann wäre ich immer noch eher nach Tutzing gefahren, bei dem mehr bekannte Personen aus dem kirchlichen Umfeld zusammentreffen. Terminkollisionen können übrigens daher rühren, wenn man sich wie hier in der Barcampszene / kirchlichen Onlineumfeld nicht vernetzt oder austauscht. Bis gerade eben, 30. Mai frühmorgens habe ich einen einzigen Tweet zum MDG Onlinecamp gefunden. Einen einzigen. (Das sagt auch was aus)

Nobody’s perfect – aber

so klappt es vielleicht beim nächsten Mal besser:

  • Grundlegende Informationen wie Termin, Ort und Zeit und Zugangsmodalitäten oder Anmeldebedingungen offen und transparent (auch ohne Freischaltung) zur Verfügung stellen
  • Freischaltung von Interessenten per E-Mail oder Tweet abklären – und das möglichst zeitnah (2-3 Tage)
  • Wiki eines Barcamps zugänglich machen. Hier wurde das Prinzip eines Wikis eventuell nicht optimal verstanden oder genutzt.
  • Bewerbung des Onlinecamps / Barcamps über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google Plus
  • Erklärung des Begriffes MDG
  • Die Sache mit der Kommunikation. Eine E-Mail mit Informationen gerade über die mixxt-Community hilft mehr als 1000 Worte und so ein Blogpost wie dieser entsteht dabei nicht.

Nichts für ungut, aber ich musste das jetzt einfach mal loswerden. Ich möchte dem Veranstalter oder der Veranstaltung gegenüber nichts Böses – aber ich bin dennoch ein wenig sauer über den Ablauf des Ganzen..

Rückschau Barcamp RheinMain in Wiesbaden – der zweite Tag (Sonntag) #bcrm12

Nachdem ich am ersten Tag zu spät kam, stand ich früher auf und war rechtzeitig zum Frühstück und zur Barcamp-Sessionplanung vor Ort. Überall sah man bei den Dating-FAQ-Sessionbeteiligten ein Lächeln und Schmunzeln, der Hashtag „#Ananas“ war nun übergegangen und bestimmte bei vielen Zwischenrufen mitunter das Bild des Barcamps. Selten hab ich so ein Barcamp erlebt, bei dem am zweiten Tag so viel Lachen, Humor und glückliche Augen einander anblickten.

Romy und ich stellten uns auch an, um eine gemeinsame Session über RotationCuration vorzustellen, aber dazu später mehr. Am zweiten Tag ist generell bei Barcamps mit einer höheren Sessiondichte zu rechnen und dem war auch so, viele Barcamper stellten weitere Sessions vor, so dass ein weiterer Sessionslot hinzugefügt werden musste. Und genau das macht ein Barcamp aus.

Die erste Session des Tages in die ich ging, war mit „Der arabische Frühling – Wie Social Media die Erzählung vom Krieg verändert“ betitelt. Thomas Zimmerling (@tzimmerling) präsentierte viele erstaunliche Fakten und wie wir zum Teil durch die vielen medialen Eindrücke auf meist skurille und schreckliche Bilder „abgestumpft“. Auch die Diskussion über Möglichkeiten, wie die Zukunft aussehen kann war klasse.

Nach der sehr lustigen und inspirierenden „Dating-FAQ“-Session folgte zum Glück die Fortsetzung von Mika. „Dating FAQ 2.0 #ananas“ war der Titel und es kamen einige weitere Teilnehmer hinzu, die von den Erzählungen vom Vortag gehört hatten und interessiert waren:

Mika bei "Dating-FAQ"-Session
Mika bei „Dating-FAQ“-Session

Wie man an den Fotos sehen kann, wurde sehr viel gelacht, diskutiert und über verschiedene Flirtingaktionen oder Herangehensweisen ausgetauscht:

datingsessiontag2_01

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Auch während der Session haben wir über weitere mögliche Pläne gesprochen und auch getwittert, sogar ein Datingplatform-Unternehmen aus Hamburg meldete sich via Twitter. In wie weit dies Früchte tragen wird, ist noch offen. Aber weitere Ideen wie ein Blog sind derzeit am Entstehen.

Danach hatte ich meine eigene Session, „Social Media im Real-Life„, die ich auch mal beim mobileCamp in Dresden und beim Barcamp in Karlsruhe auch gegeben habe. Sehr spontan und bisher ohne Konzept, aber dafür mit einem vollen Raum diskutierten wir über die Veränderungen, die uns mit den Werkzeugen der sozialen Netzwerke einnehmen oder auch verändern:

Foto von @Roquane aufgenommen
Foto von @Roquane aufgenommen
Foto von @fischimglas
Foto von @fischimglas

Danach gab es wieder Mittagessen, diesmal leckeres Chili-con-carne, auch hier gab es wieder eine lange Essensschlange:

essenbcrm12_tag2

Nach dem Mittagessen gab es die Session „Rotation Curation – Was ist das #Rocur“ mit Romy und mir. Romy präsentierte „We are HH – Hamburg“ und wie Rotation Curation begann, ich erzählte wie Ali im August beim Webmontag mir mitteilte, warum wir RotatinCuration nicht auch in Frankfurt machen – also startete relativ kurzfristig „We Are FFM – Frankfurt„.
Oliver Gassner erklärte auch einige Ideen, wie sie zukünftig sowas in Baden-Wüttemberg durchführen wollen oder auch derzeit am planen sind.

Session "RotationCuration" mit mir und Romy
Session „RotationCuration“ mit mir und Romy
RotationCuration
RotationCuration

Nach der kleinen Session ging es mit Romy’s Session „Wir sind alle Trolle“ weiter. Auch diese war sehr besucht und für Diskussionsstoff wurde gesorgt, weil die Definition eines „Trolls“ unterschiedlich gedeutet wird.

Ich bin kurz danach nach Hause gefahren, weil ich noch andere Dinge erledigen musste. Aber ich bin mit so vielen Eindrücken, Erlebnissen und Erinnerungen nach Hause gefahren, wie ich es bei fast keinem anderen Barcamp erlebt habe. Ein riesengroßes Dankeschön an die Veranstalter vom Barcamp RheinMain in Wiesbaden daher und ein Lob an die Durchführung, an die Deko, an die Atmosphäre und den Veranstaltungsort.

Und hier der Link zum Barcamp: http://2012.barcamp-rheinmain.de/

Die wundervollen Fotos hier (sofern nicht anders gekennzeichnet) stammen von Stanislav Müller.