Toot toot, Tröt und das Mastodon

Vor langer Zeit gab es schon mal eine “Umzugswelle” von Twitter hin zu Mastodon (etliche Medien und Onlineportale berichteten, zB Bento (wobei bei Bento seit letztem Jahr nicht mehr dort aktiv ist: https://cybre.space/@bento), SHZ und bei heise.de gibt es auch einige Beiträge dazu und schnell waren auf etlichen Servern die Kapazitäten erreicht und ich meldete mich bei unixcorn.xyz an und erstellte dort einen Account. Allerdings waren die mobilen Apps damals noch nicht fertig ausgereift und auch ist der Server oft ausgefallen und die anfängliche Freude über französische Interaktivität verging weil ich nicht so viel Zeit im Netzwerk verbrachte wie Anfangs gedacht.

Nun aber seit einigen Tagen bemerkte ich einige Mitteilungen via Email, das mir einige Menschen auf meinem Account folgten. Und anscheinend gab es auf Twitter Diskussionen oder eine Exit-Bewegung. Habe ich nicht mitbekommen, wahrscheinlich weil ich nicht mehr wegen jedem Stöckchen aufschreie. Oder einiges auch schon an “Exits” gesehen habe. Jedenfalls machte mich die neue Instanz des Chaos Computer Clubs “chaos.social” neugieriger und ich registrierte einen Account dort. Das ich das hätte nicht machen müssen da Mastodon ein dezentraler Dienst ist (und daher egal sein sollte auf welchem Server/Instanz ich einen Account anmelde), ist mir erst hinterher wieder eingefallen.

Es existieren auch einige Blogartikel die mal mehr oder weniger technisch oder vereinfacht das mit Mastodon und dem Fediverse eingehen, auch werde ich die nächste Zeit mehr über Mastodon bloggen.

Links:

Noch behalte ich meine Social Media Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram, aber auch irgendwann kommt die Zeit sich von Unternehmen wie Facebook und Twitter zu verabschieden. Die Vorteile könnt ihr in den oberen verlinkten Blogs nachlesen.

Ach ja, ich bin aktuell bei der Mastodon-Instanz chaos.social (chaos.social/@alexschnapper) zu finden, wenn ihr schon Mastodon nutzt, könnt ihr mich einfach in der Suche finden in dem ihr diese Mastodon-Adresse eingebt: @alexschnapper@chaos.social

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, Hessen): “Es gibt eine Seuche. Und diese Seuche heißt Twitter.”

Im hessischen Landtag hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag, 23.  November 2017 folgenden Satz geäußert:

“Es gibt eine Seuche. Und diese Seuche heißt Twitter.”

Darüber bin ich zuerst – wie soll es anders sein – auf Twitter aufmerksam geworden durch Sebastian Scholl:

Ich konnte es zuerst nicht glauben, aber der hessenschau Twitteraccount hat auch den Videobeweis erbracht:

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Meine Eindrücke der #PulseOfEurope Demo in Frankfurt

Schon länger wollte ich mal bei der Demo, die seit einiger Zeit in Frankfurt jeden Sonntag um 14 Uhr stattfand und durchgeführt wurde, vorbeischauen und mich selber mal von den positiven und negativen Berichten, die ich über verschiedene Internetkommunikationskanäle erhielt informieren.
Diesen Sonntag den 2. April war es dann auch soweit, das Wetter stimmte und ich hatte gerade Zeit und ging also hin. Im Vorfeld hatte ich die Initiatoren der #PulseOfEurope Demonstration / Bewegung in Interviews und im Fernsehen gesehen und fand deren Idee, eine Demo _für_ etwas zu machen nicht schlecht.

Meine Europafahne, die ich vor Jahren für eine Piratenpartei-Veranstaltung privat gekauft hatte, blieb zuhause. Ich brauche keine Europafahne schwenken um zum Ausdruck zu bringen, dass ich die friedliche Idee Europas weiterhin vertrete und unterstütze. Bei diesen Demonstrationen gibt es genügend Menschen die Fahnen schwenken werden, zumindest auf Twitter und Facebook habe ich genug Fotos gesehen. Na gut, eine virtuelle Europafahne schwenken ist erlaubt:

Schon allein in der Hinfahrt kurz vor 14 Uhr in der U-Bahn sah ich viele Menschen mit Europafahnen und kleinen Pappschildern mit positiven Europa-Botschaften. Ich hoffte sehr, nicht auf zu viele Fahnenschwenker und Europa-Jubler zu treffen. So etwas mag ich nicht. Auf kritisch Töne hoffte ich. Jedenfalls keine destruktiven oder populistischen Äußerungen. Da reagiere ich doch allergisch. Ich merkte auch beim Aufgang an der Hauptwache in Frankfurt zum Goetheplatz wie viele Familien dabei waren. Bei den jüngeren Menschen sah ich eher vereinzelt Gruppen die ich eher in eine konservative Ecke einsortiern würde, einige waren sicher das erste Mal auf einer größeren Demo. Jedenfalls nicht auf den Anti-PEGIDA/Nazi-Demos oder auch leider nicht auf Demonstrationen für “Freiheit statt Angst” oder gegen Überwachung. Dabei sind oder waren auch diese Themen damals wie heute aktueller und wichtiger denn je. Ich möchte hier aber keinen Vergleich anstellen, wer wie eine Demo zu besuchen hat oder welche Demo die wichtigere oder besser wäre oder welche Menschen eine Demonstration oder Kundgebung zu besuchen haben.

An der Demonstration wollte ich auch mein Onlineumfeld daran teilhaben lassen, also machte ich Fotos und Videos und twitterte darüber. Tweets zu Pulse of Europe und Frankfurt können hier abgerufen werden. Mit einigen Minuten Verspätung traf ich dann auf dem fast vollen Goetheplatz ein, unheimlich viele Europa-Flaggen sichtbar. Und ab hier möchte ich meine persönliche Sichtweise einbringen, wie ich die Demonstration erlebt habe.

Stadt- und Parteienbashing sind ein NoGo!

Ich kam jedenfalls noch rechtzeitig um die Redner oder Organisatoren von “Pulse of Europe” zu hören, die Bühne und Verstärker waren gut aufgestellt und weithin hörbar. Und dann fing es an, dass die Spielregeln von “Pulse of Europe” erklärt wurden. weiterlesen

Das Tabu durchbrechen mit “#Depression Abzugeben” von Uwe @bicyclist Hauck

Schon seit über einem Jahr wirbt Uwe Hauck für sein Buch “Depression abzugeben” über alle möglichen digitalen Kanäle und auf Barcamps. Bevor ich zu einer Art Buchrezension oder Empfehlung komme, möchte ich ein wenig schreiben, was mir auf der Seele liegt und ruhig aufgeschrieben werden sollte. Das ist meine Sichtweise und es sind meine Eindrücke und Erlebnisse mit Uwe. Daher ist dies kein typischer literarischer Blogbeitrag, sondern ein durchaus persönlicher. Und längerer.

Wer Uwe durch die Barcamp Zeiten kennen gelernt hat, so wie unter anderem auch ich das Glück hatte (durch das Barcamp Stuttgart), der ist natürlich nicht erst seit seiner Werbekampagne für das Buch hellhöriger seinen Tweets gegenüber geworden. Ich muss aber zugeben, damals habe ich das nicht so wirklich wahrgenommen was er wirklich durchlebt hat. Ich empfand es nur seltsam wie er seine Session bei der Vorstellung nannte: “Depression, Suizid, #ausderklapse”:

Bildschirmfoto vom 2017-01-31 20-55-21

Dass bei einem Barcamp über ein so sensibles Thema auch offen gesprochen und ausgetauscht werden sollte, erschloss sich mir nicht. Ich jedenfalls hatte Respekt für den Mut von Uwe. Irgendwie habe ich auch durch eigene Sessions vergessen oder übersehen wann seine Session war, so dass ich sie nicht mitbekam, aber das ist typisch für Barcamps. Hinterher jedenfalls haben mir viele Barcamper von der beeindruckenden und sehr emotionalen Session von ihm berichtet. Also hab ich ihn bei der nächsten ruhigen Gelegenheit in der Cafe-Ecke (na gut, im Foyer wo es Essen und Kaffee gab) aufgesucht und er stand ganz ruhig in seiner unübersehbaren Größe an einem Cocktailtisch und tippte auf seinem Notebook rum. Ich erzählte ihm von den positiven Reaktionen seiner Sessionbesucher und dass ich es leider nicht geschafft hatte, aber wollte ihn einfach jetzt fragen ob er mir einige Minuten Zeit schenken und mir was erzählen könnte. Seine Augen leuchteten und er erzählte mir über seinen Suizidversuch. Kurz und bündig. Ich musste oft schlucken. Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich ihn auch umarmt. Weil ich froh war, dass sein Versuch scheiterte. Dann zeigte er mir den Chatverlauf seines WhatsApp-Dialoges mit seiner Frau den er für das bevorstehende Buch in ein Textverarbeitungsprogramm eingefügt hatte. Ich begann interessiert zu lesen. Konnte aber nach einigen Textzeilen nichts mehr erkennen, die Tränen in meinen Augen ließen die Sicht verschwimmen und ich musste tief Luft holen, meine Tränen trocknen. Ich hab Uwe gesagt, wie schön es ist, ihn hier beim Barcamp zu sehen und dass er eine tolle Frau und Familie haben muss. Damals hab ich nur ein paar Zeilen gelesen. Den Zusammenhang was davor war, der erschloss sich mir nicht ganz. Irgendwie hatten wir trotzdem ein gutes Gespräch in der kurzen Zeit in der andere Barcamper in anderen Sessions waren. Dieser kleine Moment mit Dir Uwe beim Barcamp Stuttgart 2015 werde ich nicht vergessen.

Aber was ist mit seinem Buch?

Nun, die Thematik Depression und der Umgang mit Suizid ist nicht jedermanns Sache und bisweilen bei vielen noch ein Tabuthema und wird verschwiegen. Hin und wieder gelangt es an die Öffentlichkeit, es gibt die typischen Talkshow-Sendungen und Formate in denen Mediziner, Therapeuten und Betroffene ihre Geschichten erzählen. Aber in der digitalen Filterblase auf Twitter und Facebook verstummt es. Leider viel zu oft. In der digitalen Welt gibt es für Schmerz, Trauer, Schwäche und Krankheiten nicht wirklich viel Verständnis. Einzelne Menschen durchbrechen ihr Schweigen und können offener mit der Krankheit Depression umgehen, andere nicht, viele trauen sich auch nicht online ihre Hülle oder wie Uwe in seinem Buch schreibt, “Maske” fallen zu lassen. Den Mut, Freunden, Bekannten, Unbekannten und der Öffentlichkeit preiszugeben was in ihnen schlummert. Andere sind durch #notjustsad ermutigt, darüber mehr zu schreiben. Die Angst zu nehmen. Leider gibt es auch traurige Ereignisse, wie bei J.

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Autsch @MartinSchulz – unglückliche Wortwahl im Tweet

Oh weh, gerade wurde Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD gewählt und schon begeht ihm eine nicht nur für mich sehr unglückliche Formulierung und Wortwahl in einem Tweet. Ich hoffe ihm wird das schon jemand beibringen und er wird hoffentlich wieder mehr der Demokrat und Europäer sein der er zu sein vorlebt und vorgibt:

 

Als Screenshot hier – falls der Tweet gelöscht werden würde:

Screenshot from 2017-01-30 08-44-32

Natürlich ist mir sehr wohl bewusst, dass Martin Schulz mit “den Schwarzen” die politischen GegnerInnen aus der CDU/CSU meint, also die “Schwarzen” als schwarze Schafe in der politischen Landschaft kennzeichnen möchte. Aber gerade angesichts der fremdenfeindlichen Übergriffe der letzten Jahre hier in Europa und Deutschland speziell, und durch das völlig inakzeptable Verhalten eines irren Amerikaners (nein, nicht der aus dem Dschungel) ist die Wortwahl mehr als unglücklich formuliert. Natürlich ist die Jahreszeit und politische Stimmung auch aufgrund der populistischen Parteien wie AfD und CSU sehr frostig, aber “heizen” und “Schwarze” in einem Satz zu nennen kann bei doch vielen Leuten falsch verstanden werden.

Oder wie seht ihr das?

Bezüglich der Person Martin Schulz als Kanzlerkandidat – nun ja, ich sehe es weiterhin so wie Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei im Gastkommentar im Handelsblatt.

Auf den Tweet bin ich durch Frank aufmerksam geworden, wäre mir sonst durchgerutscht…

UPDATE: Pause mit @derschnappi auf Twitter – beendet

Nach meinem Rücktritt als Politischer Geschäftsführer des LV Hessen haben mich in den letzten Tagen neben positiven Mitteilungen auch viele negative und gehässige Nachrichten erreicht und da ich merke das zumindest auch im Kreisverband Frankfurt die Stimmung am Tiefpunkt angelangt ist, als auch auf Twitter nicht gerade Jubelstimmung herrscht – habe ich einfach mal beschlossen meinen Twitteraccount “derschnappi” erstmal zu deaktiveren und für eine politische Pause zu sorgen. So zwinge ich mich auf normale Dinge wieder zu achten und politische Inhalte erstmal vorbei sausen zu lassen, ich wollte ja auch wirklich eine Pause nach meinem Rücktritt. Also mach ich die jetzt einfach auch.

Allerdings hab ich mir selber auch eine Frist gesetzt – der 24.4., der Tag an dem in Frankfurt der Kreisparteitag stattfindet. Ich hoffe ja sehr auf einen Wechsel im Kreisvorstand und auf eine Art Neuanfang.

Sonst wird es auch bei mir ähnlich sein wie bei Maja. Und ich verstehe Maja nur sehr gut.

Aus verschiedenen Gründen bin ich für einige Piraten nur noch schriftlich per E-Mail über die bei Piraten bekannte E-Mailadresse erreichbar. Danke für das Verständnis. Wäre zu schade, wenn ich das Handtuch komplett werfen würde.

UPDATE (25.4.): Gestern fand der KPT in Frankfurt ja statt, es wurde ein teils neuer Vorstand gewählt. Die Pause bisher war gut und ich werde weiterhin Zeit brauchen. So eine Pause tut sehr gut, auch meinem inneren Frieden, die Zeit in der Piratenpartei war nicht nur schlecht, ich habe sehr viele positive Dinge daraus auch gelernt, inzwischen bin ich viel gelassener und erwachsener geworden… Wie dem auch sei, gestern lief ja meine interne Frist ab – ich bleibe weiterhin in der Piratenpartei. Also kein Grund zur Sorge. Bin ja auch nicht aus der Welt. 🙂

Update (1.5.): Den Twitteraccount hab ich wieder reaktiviert, bin aber weiterhin in der Piraten-Pause, also nicht mehr so extrem aktiv. Nennen wir es aufmerksame Passivphase.

Tweet des Tages von @katjazwitschert: Koalition im Bundestag

Schon am frühen morgen und dann gleich ein Tweet der mir sehr gut gefallen hat, das er gleich bei mir als “Tweet des Tages” favorisiert wird. Und zwar stammt der Tweet von Katja Wenk @katjazwitschert (übrigens, ihr könnt ihr ruhig folgen *g*)

Link: https://twitter.com/katjazwitschert/status/374066545531813888

Kleiner Gedankentext meinerseits:
Eine Koalition aus Piraten, Grünen und Linken wäre sehr interessant. Es wäre eine Klatsche gegenüber der CDU/CSU, der FDP und der alten Dame SPD. Weil auch derzeit die kleineren Parteien eher eine Alternative bilden als die Ständigschwafler und FamilienbeschäftigeraufStaatskosten der anderen Parteien. Und sie sind näher am Interesse der Allgemeinheit dran. So eine Koalition wäre schon traumhaft. Also – wählt entsprechend Piraten, Grüne oder Linke. Wobei mir Stimmen für die Piraten  lieber wären, die Grünen befürworten ja auch wieder das Eingreifen mit militärischen Mitteln in Syrien. Wir Piraten dagegen lehnen jeden militärischen Eingriff ab. Auch von deutschen Soldaten!

Übrigens, wer noch nicht sicher ist, welche Partei mensch (und ob) am 22.9. (und in Bayern eine Woche früher) wählen soll, dem empfehle ich den Wahl-O-Mat “http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php” .

 

Rosenmontagszug in Mainz fährt auch 2014

Derzeit gibt es Probleme am Mainzer Hauptbahnhof – viele Züge halten dort nicht weil es personelle Probleme bei der Deutschen Bahn gibt. Ich allerdings dachte mir, ich frage mal das Social Media Team auf Twitter nach, ob nächstes Jahr der Rosenmontagszug in Mainz auch ausfallen würde?

Frage für Besuch in #Mainz nächstes Jahr im Februar: Dieser Rosenmontagszug – fällt der auch aus? 😉 @DB_Bahn

Die Antwort von Deutschen Bahn kam prompt:

@alexschnapper Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;-). /je

Twitterdialog:

#mademyday 🙂