Es ist schon sehr lange her (Oktober 2013!), dass ich mich auf meinem Blog bezüglich der „Facebook Freundschaftsanfragen“ beschäftigt hatte und immer wieder war ich versucht einen neuen Beitrag zu schreiben, weil sich seit damals ja auch viel verändert hat. Interaktionen und andere Dinge auf Facebook sind nicht mehr so wie damals(tm). Und auch die Anzahl der Kontakte auf Facebook hat sich bei mir zumindest drastisch reduziert. Vor allem weil ich mit einigen über andere Kanäle besser in Kontakt stehe als über Facebook.

Deshalb möchte ich hier im Blog erklären warum ich Freundschaftanfragen auf Facebook ablehne oder ignoriere. Und dieser Beitrag wäre dann ein Update zum alten Beitrag von 2013. 🙂

Veränderte Nutzung

Wie sehr viele Menschen nutze ich Facebook anders, als es vor Jahren üblich war. Ich habe die letzten Jahre die bisherigen Kontakte stark reduziert. Das habe ich aus verschiedenen Gründen getan. In einigen Fällen hat sich der Weg der Kommunikation verändert über zu Instant Messaging (Kontakt über Threema, Signal oder WhatsApp (ja ja, ich weiß, WhatsApp ist böse!!11ELF!!1) oder Rocketchat) aber auch mehr zu persönlicheren E-Mails, Telefonaten und verstärkt hin zu Instagram (auch hier, ich weiß, gehört zum Facebook-Konzern). In anderen Fällen habe ich politische Veränderung erlebt (vor allem im Jahr 2015 und nach der Beendigung bei der Piratenpartei 2016) und nach vielen Gesprächen hab nicht nur ich entschieden, dass es besser sei, andere Wege einzuschlagen. Die Personen sind ja nicht von der Bildfläche verschwundern, sondern nur nicht mehr auf Facebook mit mir direkt vernetzt. Als ich dann im November 2017 den Grünen Frankfurt beitrat und im Frankfurter OB Wahlkampf 2018 verstärkt aktiv war, habe ich nur dezent und einzeln Facebook-Kontakte hinzugefügt und Anfragen zugelassen.

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Früher habe ich Facebook fast täglich benutzt um Botschaften und einen Austausch zu ermöglichen. Das mache ich seit vielen Jahren nicht mehr. Einerseits weil auch bei den Freunden und Bekannten das Nutzerverhalten anders ist, der Austausch eher auf Twitter oder vor allem auf Instagram stärker zugenommen hat. Und in wenigen Einzelfällen gibt es auch noch Internetblogs. Mit Kommentarfunktion, ja, das funktioniert noch und es freut mich immer wieder (wie zuletzt über mein Homeoffice-Setup) dass mein Blog in einigen Feedreadern aufpoppt oder entweder via Twitter oder woanders wahrgenommen wird.

Andererseits weil ich nicht mehr so viele Inhalte von mir auf Facebook haben möchten. (ja, aber was ist mit Instagram, Twitter und anderen Diensten?? Na? Das wäre ein anderer Blogpost wert – ist aber off-topic an dieser Stelle…)

Nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt

Hin und wieder schreibe ich auf Facebook Beiträge, die nur für einen bestimmten Kreis von Leuten bestimmt ist, und der nicht „public“ erscheint. Das ist ja auch normal und sollte eigentlich öfter auch so gehandhabt werden. Oft möchte ich ja auch nicht, dass Inhalte für alle sind, sondern nur für bestimmte Menschen – ohne dass ich eine E-Mail schreibe oder weil eine Kommunikation über Facebook in dem Moment besser ist. Und bei einigen Inhalten möchte ich auch nicht, dass diese in den Suchmaschinen aufgenommen und indiziert werden. Dafür muss ich mich auch nicht rechtfertigen. Dafür muss sich niemand rechtfertigen.

Im öffentlichen Raum rede ich auch nicht lautstark über die Dinge, bei denen ich der Meinung bin, dass sie andere Personen nichts angehen sollten. Richtig.

Ablehnung oder Ignorierung von Anfragen

Wenn ich vor allem auf Facebook „Freundschaftsanfragen“ ablehne oder ignoriere, bedeutet das nicht, dass ich mit der Person nicht klar komme, sondern eigentlich dass ich mit der anzufragenden Person nicht auf Facebook „kontaktet“ sein möchte. Also, dass es andere Wege der Kommunikation und Vernetzung gibt. Ich habe die Nutzung von Facebook wie oben schon erwähnt stark reduziert. Meistens bleibe ich mit den Menschen in Kontakt, die enger mit mir befreundet sind oder die auf anderen Kontinenten wohnen.

Vor allem habe ich angewöhnt Anfragen von „politischen Accounts“ stark zu reduzieren oder eher auf andere Netzwerke (zB Instagram) umzuleiten. Oder wenn es berufliche Anfragen sind, dann verweise ich eher auf eine Vernetzung bei LinkedIn in. Ich schaue mir auch an was auf den anderen Accounts geschrieben oder geteilt wird. Bei Spam-Anfragen ist das klar, die landen im Papierkorb, werden sofort gelöscht oder auch als Spam gemeldet. Logisch.

Abonnement

Weiterhin gibt es ja die Möglichkeit (nicht nur auf Facebook), mir zu folgen und meine öffentlichen Beiträge zu abonnieren ohne direkt mit mir verbunden zu sein. Das ist weiterhin ein Punkt, der auch in anderen Netzwerken zum Ton dazugehört. So mache ich das auch bei anderen. Wenn ich andere interessant finde aber nicht direkt kommunizieren möchte, dann abonniere ich deren öffentliche Beiträge und falls doch mehr Kontaktinteraktion besteht, dann schreibe ich entweder eine E-mail mit einer entsprechenden Nachricht oder stelle eine Facebook-Kontaktanfrage. Aber zweites eher sehr selten. Meistens ergeben sich durch eine E-Mail bessere Austauschmöglichkeiten. Und nicht nur ich freue mich über eine gute E-Mail, als über eine Benachrichtigung bezüglich einer „Freundschaftsanfrage“. Wobei ich diese Benachrichtigung eh deaktiviert habe.

Ich bin auch nicht böse, wenn ich keine „hohe Abo-Zahl“ habe. Es ist mir auch egal. Das Medium Facebook nutze ich stark für private oder persönliche Zwecke oder in geringen Dosen für das Teilen von lustigen oder politischen Inhalten. Ich schaue auch nicht nach wer mich bei Facebook abonniert hat. Naja, manchmal schon, um eventuelle Trolle oder Bots zu entfernen oder blockieren. Aber ich bin auch nicht verärgert, wenn die Abo-Funktion von mir nicht genutzt wird.

Und nun?

Meistens ist es so, dass ich bei einer Ablehnung noch eine private Nachricht an die Person schicke mit der Bitte sich anderweitig mit mir zu vernetzen. Das kann zum Beispiel via E-Mail, Twitter, Instagram, Mastodon oder LinkedIn sein. Aber halt eben nicht (mehr) mittels Facebook. Nicht immer habe ich Zeit eine Nachricht zu schreiben. Oder auch nicht immer Lust dazu. Weil wir das Jahr 2021 schreiben und Dinge sich verändert haben. Ob zum Guten oder Schlechten. Außerdem gibt es wie geschrieben auch die Abonnement-Funktion (siehe den Absatz oben).

Bin ja gespannt, was sich in den nächsten Jahren verändern wird und wie wir dann kommunizieren werden. Was meinst Du? 🙂

Von alex

Bloggt seit 1999/2000, glücklicher Ehemann und Papa. Gebürtig aus der Uni-Stadt Tübingen und dann 2010 nach Frankfurt am Main gezogen. Von dort Ende 2022 weggezogen und leben glücklich im ländlicheren Raum. Mehr auf meiner Über mich-Seite